Charon-VAX hilft dem kanadischen Verteidigungsministerium, seine Flugzeuge einsatzbereit zu halten

Die Herausforderung

Als die kanadischen Streitkräfte 1980 das Seeaufklärungsflugzeug CP-140 Aurora erwarben, wusste man, dass dessen Computerprogramme erheblichen Wartungsaufwand mit sich bringen würden. Deshalb wurde zur Unterstützung der CP-140 Aurora am 7. August 1980 die Software Engineering Squadron (SES) ins Leben gerufen. Zu deren Aufgaben gehörten die Wartung und die Entwicklung von Computerprogrammen für den Bordcomputer der Aurora, für das Data Interpretation and Analysis Centre (DIAC) und für die computergestützten Trainingsgeräte des 404. Geschwaders.

In den letzten Jahren hatten die SES-Ingenieure zusätzlich zur Wartung komplexer vorhandener Software auch mit der Entwicklung neuer Software begonnen, da ältere Bauteile der Waffensysteme der Aurora durch neue ersetzt wurden. Schließlich entschied man sich, die VAX 6510- und 6520-Hardware zu ersetzen, für die der Support immer kostspieliger und schwerer zu beschaffen geworden war. Die Maschinen liefen Tag für Tag und Jahr für Jahr unter Volllast, aber es war klar, sie würden nicht ewig halten.

Da mit der Aurora das ganze Jahr über regelmäßige Überwachungsmissionen sowie Such- und Rettungsaktionen durchgeführt wurden, war ein Hardwareausfall völlig inakzeptabel. Da es zudem um die nationale Sicherheit Kanadas ging, musste das vom Betriebssystem OpenVMS gebotene Sicherheitsniveau aufrechterhalten werden. Bei der SES wusste man um die Schwierigkeit, die VAX zu ersetzen; bei über 500.000 Zeilen Programmcode, auf die teilweise nicht zugegriffen werden konnte, wäre die Migration auf eine andere Plattform eine Riesenaufgabe. Noch komplizierter wurde die Sache dadurch, dass die VAX zudem mit einer einzigartigen Rockwell-Karte verbunden waren, die mit einem Unisys-System kommunizierte, dessen Programme daher für ein anderes Gerät hätten umgeschrieben werden müssen. 

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