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Unterstützung von Tru64-Benutzern mit Legacy-Alpha-Emulation

Während bei Legacy-Hardware immer häufiger Defekte auftreten, besitzen Legacy-Betriebssystem und -Anwendungen eine weitaus längere Lebensdauer. Häufig sind sie noch in einer blendenden Verfassung, wohingegen die Originalhardware an ihre Grenzen kommt. Charon-Lösungen bieten einen Ausweg, um diese unverwüstlichen Legacy-Betriebssysteme und -Anwendungen ohne die Probleme der alternden Hardware auch in Zukunft weiternutzen zu können. Es folgt ein Interview mit Sandy Levitt, Senior Sales Engineer und Director of Sales Operations bei Stromasys. Sandy verfügt über viele Jahre Erfahrung mit DEC-Systemen und dem Betriebssystem Tru64. Lesen Sie dieses Interview, um mehr darüber zu erfahren, wie Charon Benutzern von Legacy-Systemen bei der Umsetzung der Alpha-Emulation helfen kann und wie es das Betriebssystem Tru64 sowie andere wie OpenVMS, Solaris und MPE unterstützt.

 

Sandy, können Sie uns erzählen, wie Sie zum ersten Mal mit Legacy-Systemen in Berührung kamen?

Das erste Unix-System, auf dem ich je gearbeitet habe, war Ultrix, das unter MIPS und VAX von Digital Equipment Corporation ausgeführt wurde.   Zuerst war ich als Presales-Technikerin für öffentliche Kunden tätig und wirkte im Vertrieb von hochmodernen BSD-basierten Unix-Systemen mit.  Doch das reichte mir nicht, weswegen ich zum Kundensupport wechselte und Kunden bei der Behebung von Problemen unterstützte.  DEC war seinerzeit ein innovatives Unternehmen, und schon bald brachten sie ein neues Unix-System namens OSF/1 auf den Markt, das wir auf dem schnellsten verfügbaren Chip unterstützen sollten: dem Alpha. (Aus OSF/1 wurde später Tru64)  Die Geschäftsaktivitäten nahmen zu und damit auch das Anrufvolumen.   Unser Team wuchs und wuchs, bis wir auf etwa 30 Mitarbeiter kamen.

Und haben Sie seitdem mit den Legacy-Systemen Tru64, Unix und DEC weitergearbeitet?

Dann drücken wir einmal die Schnellvorlauftaste und spulen circa 15 Jahre vor.  Seit damals wurde Digital zuerst von Compaq und dann von HP übernommen, die ihre eigenen Systeme und UNIX-HP-UX hatten.   Es dauerte zwar seine Zeit, aber im Endeffekt nahm die Zahl der Kunden, die Tru64 ausführen, immer stärker ab. Linux hatte sich als De-facto-Unix etabliert, und X86 wurde zum De-facto-Chip.  Das soll nicht heißen, dass es keine anderen Unix-Typen und Chips gab, aber der Markt hatte sich definitiv verschoben. HPE stellte keine technische Unterstützung für Tru64 mehr bereit. Ab dem 31. Dezember 2016 stellt HPE den Support für Tru64 ein.

Das Bemerkenswerte daran war jedoch, dass viele Großkunden immer noch Alpha-Server besaßen, auf denen Tru64 ausgeführt wurde. Es war stets und ist nach wie vor ein zuverlässiges, unverwüstliches Arbeitspferd für kritische Anwendungen in den unterschiedlichsten Branchen.

Wie kamen Sie zu Stromasys?

Als ich 2014 mit 20 Jahren Erfahrung in Tru64 entlassen wurde, stand ich vor einer ungewissen Zukunft. Ich lernte Linux, aber es war nicht dasselbe. Wie konnte ich in der modernen Cloud/VM/x86-Welt meiner Liebe zu Tru64 weiter nachgehen?

Die Antwort lag in Stromasys.   Als ich herausfand, dass sie Mitarbeiter suchen, war ich total aufgeregt. Würde sich die Arbeit für ein Unternehmen mit ca. 100 Mitarbeitern unterscheiden von der Arbeit für HP (heute HPE)?  Auf jeden Fall, aber im positiven Sinne. Stromasys und seine Kunden teilen die Liebe für Legacy-Systeme und -Betriebssysteme. Warum sollte man eine Anwendung migrieren, die unter einem stabilen Betriebssystem perfekt läuft?  Das einzige Problem lag darin, dass die Hardware immer fehleranfälliger wurde.   Aber nun konnten das Betriebssystem und die Anwendung auf modernen X86-Systemen weiter ausgeführt werden.   Über Stromasys habe ich viele Kunden kennengelernt, die ihre Tru64-Systeme nahtlos auf emulierte Hardware migriert haben und so unternehmenskritische Anwendungen weiter ausführen.   Die Bewunderung dieser Kunden für unsere Arbeit, das ist der Grund, aus dem ich das tue.

Wobei ich es insgeheim auch deshalb tue, weil ich miterlebe, wie das Betriebssystem weiterlebt, mit dem ich über 20 Jahre lang groß geworden bin. Die Arbeit mit Tru64 ist so, als wenn man sich rasch ein altes Sweatshirt überstreift.  Man fühlt sich einfach wohl.

Wie beurteilen Sie als Tru64-Expertin die Vorgehensweise von Stromasys, um auf die Bedürfnisse anderer Tru64-Benutzer einzugehen?

Sie stellen eine stabile Umgebung zur Ausführung von Tru64 bereit. Da Tru64 ein stabiles Betriebssystem ist, lehrt die Erfahrung, dass die meisten Abstürze und Ausfallzeiten durch Hardwarefehler verursacht werden. Wie bereits erwähnt, ist Stromasys auch in der Lage, Unterstützung für Tru64 zu bieten, während HP den Support ab dem 31. Dezember 2016 komplett einstellt.

Das bedeutet, dass sich Tru64-Benutzer und Unternehmen, die sich auf das Betriebssystem verlassen, keine Sorgen mehr um Ausfallzeiten machen müssen, die durch ein nicht unterstütztes Betriebssystem verursacht werden.

Genau. Wir haben ein Team von Tru64-Experten, die nicht nur die Charon-Lösungen unterstützen, welche die Hardwareemulation der ursprünglichen DEC-Hardware ermöglichen, sondern denselben Support auch für das darauf ausgeführte Betriebssystem Tru64 bieten.

Welchen Rat würden Sie Technikern geben, die diese Plattformen immer noch Tag für Tag in ihren Organisationen benutzen? 

Für die Umsetzung von Migrationsplänen ist grundsätzlich doppelt so viel Zeit erforderlich, wie ursprünglich vorgesehen. Mein Rat lautet also: vernachlässigen Sie diese Systeme nicht. Und natürlich: das Hardwarerisiko zu beseitigen und die bestehenden Anwendungen und Betriebssysteme auf x86 zu transferieren, ist ein sicherer Weg. 

Um weitere Informationen über die nächsten Schritte für Ihr Legacy-System zu erhalten, besuchen Sie unsere Seite über Lösungen oder kontaktieren Sie uns für eine Beratung.


Digitale Transformation von Unternehmen profitiert von der Emulation

28. Juni 2018 – Stromasys, der weltweit führende Anbieter unternehmensgerechter plattformübergreifender Emulation und Virtualisierung, analysiert, wie entscheidend die Emulation und die Virtualisierung für die digitale Transformation von Unternehmen sind.

Die Emulation und Virtualisierung gelten heute als Technologien, die wichtige Veränderungen in verschiedenen Branchen vorantreiben, indem sie starren, veralteten Systemen mehr Flexibilität verleihen und sie in die Lage versetzen, den Unternehmen zahlreiche Vorteile zu bieten. Doch was bedeutet das? Laut Eduardo Serrat, CTO von Stromasys, „umfassen Legacy-Systeme alte Software und Hardware. Eigentlich handelt es sich um Software, die schon lange in Betrieb ist und nach wie vor einen Zweck für das Unternehmen erfüllt.“
Die Legacy-Technologie hat eine wichtige Aufgabe und ist an die Version eines Betriebssystems oder Hardwaremodells gebunden (bzw. von einem exklusiven Anbieter abhängig), die bereits das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht hat. Häufig ist die Lebensdauer der Hardware kürzer als die der Software. Im Laufe der Jahre wird die Instandhaltung der Hardware immer schwieriger, aber sie wird beibehalten, weil sie nun mal installiert ist und (vorläufig) weiter funktioniert und ihr Austausch zu komplex oder teuer ist. Zudem sind die Anwendungen selbst ausgezeichnet: Sie funktionieren, erfüllen einen geschäftlichen Zweck und müssen nicht ersetzt werden. Nicht die Software, sondern die Hardware stellt ein Geschäftsrisiko dar und verursacht zusätzliche Kosten. Stromasys virtualisiert die alte Hardware und verlängert damit die Nutzungsdauer des Systems.
Derartige Legacy-Systeme sind überall im Einsatz: u. a. bei Banken, Energieunternehmen (einschließlich Kernkraftwerken), Produktionsbetrieben aller Art (Prozesssteuerung), in der Verteidigungsindustrie, im Transportwesen, in Krankenhäusern, Behörden und Bildungseinrichtungen und bei Versicherungen. „Bei Stromasys arbeiten wir mit Unternehmen aller Größenordnungen und aus fast allen Bereichen bei kritischen Geschäfts- oder Produktionsumgebungen zusammen“, erläutert Serrat. „Unternehmen, die wichtige Anwendungen auf veralteten Hardwareplattformen einsetzen, profitieren von der Hardwareemulation, da die Abhängigkeit von der Versorgung mit Ersatzteilen für den Austausch fehlerhafter Komponenten eine unzuverlässige, kurzfristige Lösung darstellt. Die Systemleistung lässt mit der Zeit nach, was auf häufigere Hardwareausfälle, eine geringe Zuverlässigkeit von aufgearbeiteten Ersatzteilen und höhere Kosten zurückzuführen ist.“
Für Unternehmen, die in den 80er-, 90er- und frühen 2000er-Jahren VAX-, Alpha-, HP 3000-, HP 9000- und SPARC-Maschinen einsetzten, kann die Emulation und Virtualisierung ihrer Systeme die ideale Lösung sein. In Lateinamerika sind diese Legacy-Systeme u. a. vor allem in Behörden, Bildungseinrichtungen, Finanzinstituten, Erdölgesellschaften und Krankenhäusern im Einsatz. Serrat bemerkt abschließend: „Stromasys trägt zum Erhalt wichtiger Anwendungen bei, indem das Unternehmen frühere Hardwarearchitekturen emuliert, die Funktionalität und Betriebsumgebung bewahrt, die Nutzungsdauer verlängert und die Kosten für die Wartung veralteter Geräte senkt.“

Sieben geschäftliche Vorteile der Emulation und Virtualisierung:

1- Verringerung der Risiken eines katastrophalen Ausfalls der Legacy-Systeme.
2- Modernisierung der Legacy-Systeme. Emulations- und Virtualisierungslösungen können in allen Branchen eingesetzt werden, und Unternehmen können ihre Legacy-Anwendungen weiterhin nutzen, ohne die Mitarbeiter umschulen zu müssen.
3- Minimierung der Betriebskosten durch die Reduzierung des physischen Platzbedarfs um bis zu 85 % und der Kosten für Energieverbrauch und Wärmeabfuhr um bis zu 90 %.
4- Steigerung der Produktivität, da die modernen Systeme mit einer höheren Leistungsfähigkeit aufwarten.
5- Einbeziehung von Hochverfügbarkeitsprogrammen und die Fähigkeit, schnell auf die Bedürfnisse der Kunden zu reagieren.
6- Teilnahme am Trend der digitalen Transformation, den wir erleben, und eine bessere Zusammenarbeit, da die übernommenen Systeme, die in der Vergangenheit isoliert waren, Teil des Ökosystems und der digitalen Transformation des Unternehmens werden.
7- Automatisierung; als Teil des Ökosystems können alte manuelle Prozesse automatisiert werden.

Artikel in Spanisch: http://computerworldmexico.com.mx/como-la-emulacion-puede-ayudarlo-a-alcanzar-la-transformacion-digital/